Lackieren: Eine bunte Welt voller Farben und Kreativität

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Was könntest du tun, um Gegenständen neues Leben einzuhauchen? Die Antwort liegt auf der Hand: Lackieren! Doch Lackieren ist nicht nur ein simpler Anstrich! Lass uns gemeinsam in die faszinierende Welt des Lackierens eintauchen und dabei einige Tipps und Tricks entdecken, die dir helfen werden, echte Meisterwerke zu schaffen.

Lackieren Farbdose
Quelle: Pixabay

Die Grundlagen des Lackierens

Lackieren ist nicht nur das Auftragen von Farbe; es ist eine Kunstform. Die Oberfläche muss vorbereitet werden, und das richtige Werkzeug ist entscheidend. Denke daran, dass das Lackieren nicht nur das Erscheinungsbild verbessert, sondern auch Schutz bietet. Du schützt die Dinge die du lackierst vor den Launen der Natur und verleihst ihnen gleichzeitig einen Hauch von Persönlichkeit.

Die Wahl der richtigen Farbe

Die Wahl der richtigen Farbe
Quelle: Pexels

Die Welt der Farben steht dir offen, und die Auswahl kann überwältigend sein. Überlege gut, welchen Effekt du erzielen möchtest. Möchtest du ein Vintage-Flair, ein modernes Finish oder doch lieber etwas Extravagantes? Die Wahl der Farbe ist der Schlüssel zu einem beeindruckenden Ergebnis und kann die Erscheinung eines Gegenstands enorm beeinflussen.

Warum Lackieren?

Du magst dich jetzt fragen, warum der ganze Aufwand? Warum solltest du deine Zeit, deine Energie und vermutlich auch einen Teil deines Geldes in das Lackieren investieren? Nun, die Gründe sind vielfältig.

Ästhetik und Individualität

Lackieren ermöglicht es dir, deine Umgebung nach deinem Geschmack zu gestalten. Es verleiht den Dingen Charakter und Einzigartigkeit. Deine Möbel, Wände oder Accessoires werden zu Ausdrücken deiner Persönlichkeit. Zum Beispiel farblich aufeinander abgestimmte Möbel in deiner Wohnung.

Schutz vor den Elementen

Nicht nur das ästhetische Element ist wichtig. Lackieren schützt vor Rost, Feuchtigkeit und anderen schädlichen Einflüssen. Deine Gartenmöbel können so den ganzen Sommer über strahlen, ohne Schaden zu nehmen.

Nachhaltigkeit

Indem du alten Gegenständen neues Leben einhauchst, trägst du zur Nachhaltigkeit bei. Statt etwas wegzuwerfen, kannst du es durch kreatives Lackieren wieder verwenden. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für dein Portemonnaie. Darüber hinaus kannst du auch frisch lackierte Gegenstände zu einem guten Preis wieder verkaufen.

Vorbereitung vor dem Lackieren

Bevor du den ersten Pinselstrich machst, ist eine gründliche Vorbereitung unerlässlich.

Die richtige Auswahl des Lacktyps

Welchen Lack brauchst du für dein Projekt? Informiere dich über die spezifischen Anforderungen für deine Oberfläche, um das beste Ergebnis zu erzielen. Aber auch, um im Nachhinein keine unerwünschten Probleme zu haben.

Wie beispielsweise die Wahl von mattem Schwarz für die Stellfläche eines Wohnzimmertisches. Da diese Oberfläche stark beansprucht wird, entsteht eine vermehrte Kratzerbildung, die nicht nur unschön aussieht, sondern auch nicht durch Polieren verbessert werden kann!

Werkzeuge und Materialien

Gutes Werkzeug ist die halbe Miete. Pinsel, Rollen oder Sprühgeräte – die Auswahl des richtigen Werkzeugs beeinflusst das Endergebnis maßgeblich. Investiere in hochwertige Materialien für ein professionelles Finish. „Wer billig kauft, kauft oft zweimal!“

Informiere dich darüber, welches Werkzeug für deine Farbe und deine Ansprüche am besten geeignet ist.

Oberflächenvorbereitung

Die Oberfläche muss vor dem Lackieren vorbereitet werden. Reinigung, Entfernung von alten Lackresten und das Anschleifen schaffen eine optimale Grundlage für die Lackierung. Auch hier ist das verwendete Material und Werkzeug entscheidend für eine optimale Lackierung, denn zu grob gewähltes Schleifpapier oder die falsche Schleifmaschine können sich sehr negativ auf das Ergebnis auswirken.

Verschiedene Lackiertechniken

Lackieren ist mehr als nur Farbe auftragen. Es gibt verschiedene Techniken, die du kennen solltest.

Pinsel- und Rollenanwendung

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Klassisch und effektiv. Bei kleineren, einfacheren Oberflächen ist die Verwendung eines Pinsels oder einer Rolle durchaus nützlich, um den Lack aufzutragen. Für diese Art des Auftragens können dem Lack spezielle Additive zugefügt werden, die das Streichen oder Rollen erleichtern.

Sprühapplikation

Sprühapplikation
Quelle: Pixabay

Für größere und komplexere Oberflächen, die möglichst gleichmäßig beschichtet werden sollen, ist das Auftragen mithilfe einer Lackierpistole die effektivste Methode. Diese Technik verringert bei angemessener Anwendung erheblich den Materialverbrauch, erfordert jedoch ein vorheriges Abkleben der nicht zu lackierenden Flächen.

Darüber hinaus sind weiteres Equipment und mindestens ein speziell dafür vorgesehener Arbeitsplatz mit Absaugung erforderlich, oder sogar eine professionelle Lackierkabine.

Schritte beim Lackieren

Nach der Vorbereitung geht es an das eigentliche Lackieren.

Vorbehandlung der Oberfläche

Wenn du mit dem Reinigen und dem Schleifen der Flächen fertig bist, musst du zunächst die Oberfläche von Schleifstaub befreien. Reinige danach die Oberfläche erneut mit Silikonentferner auf einem Mikrofasertuch.

Nachdem du die Fläche gereinigt hast, solltest du dich und den zu lackierenden Gegenstand, wenn möglich, vorsichtig mit Druckluft abblasen. Danach kannst du die zu lackierende Oberfläche mithilfe eines Staubbindetuchs abstauben, um ein perfektes Endergebnis zu erreichen.

Auftragen des Lacks

Hierbei ist es wichtig, je nach Lackiertechnik und Material, die vom Hersteller vorgegebenen einzelnen Punkte einzuhalten. Du solltest dir beim Kauf deines Produkts ebenso die technischen Merkblätter mitgeben lassen und diese durchlesen, bevor du mit dem Lackieren beginnst.

Genaueres zum Thema und wie du „richtig lackierst“ findest du in einem anderen Beitrag von uns!

Glätten von Lackoberflächen

Für eine möglichst glatte Oberfläche solltest du eine möglichst perfekte Vorarbeit geleistet haben und dich danach, zum Lackieren für eine Lackierpistole entscheiden. Dabei kannst du zusätzlich deinem Material einen sogenannten „langen“ oder „extra langen“ Härter zugeben. Dieser bewirkt, dass sich das Material besser entspannt, und so eine glattere Oberfläche entsteht. Darüber hinaus kannst du nach der Trocknung die Oberfläche vorsichtig anschleifen und aufpolieren, um die Struktur zu entfernen und die Fläche noch weiter zu glätten.

Lackieren von verschiedenen Flächen/Oberflächen

Jede Oberfläche hat ihre eigenen Herausforderungen und Besonderheiten.

Große oder kleine Oberfläche:

Kleine Oberflächen: kannst du mit etwas Geschick problemlos (je nach Material natürlich) mit Pinsel oder einem Roller beschichten. Dem Material sollten jedoch hierfür spezielle Additive zugegeben werden, um optimale Ergebnisse zu erreichen.

Große Oberflächen: kannst du, je nach Größe, entweder noch mit einem Roller bearbeiten oder zur effektiveren Lackierpistole greifen. Bei der Lackierpistole hast du durch den weich verlaufenden Übergang auch bei schlecht deckenden Produkten wesentlich weniger Schwierigkeiten als mit dem Roller.

Eckige oder runde Oberflächen:

Runde Oberflächen: sind relativ einfach zu lackieren, da diese sehr viel mehr Fehler erlauben. Hierbei ist es unter anderem weitaus schwieriger, Läufer und Nasen zu verursachen. Allerdings bleibt die Gefahr von Lackkochern bestehen, wenn zu viel Material aufgetragen wird.

Eckige Oberflächen: sind weitaus schwieriger zu beschichten. Durch die Oberflächenspannung des Beschichtungsstoffs kommt es bei Kanten zu sogenannter Fettkantenbildung, die ab einer bestimmten Menge sich zu Läufern und Nasen entwickelt. Hierbei ist das behutsame Lackieren mit Hilfe einer Lackierpistole am sichersten.

Glatte oder raue Oberflächen:

Bei glatten Oberflächen: ist das Lackieren mit der Lackierpistole aufgrund der gleichmäßigen und dünnen Applikation des Materials am sinnvollsten. Durch Pinsel und Roller wird auf der glatten Fläche nur unnötig viel Material aufgetragen, wodurch eine ebenso unerwünschte Struktur entstehen kann.

Bei rauen Oberflächen: neigt man bei der Verwendung einer Lackierpistole dazu, nur unnötig viel Material auf die Fläche zu bringen, um die raue Oberfläche zu glätten, wodurch Kochergefahr besteht. Falls keine Lackierpistole zur Verfügung steht, ist das Auftragen auf rauen Oberflächen mit Pinsel oder Roller ebenso ausreichend.

Stehende oder liegende Flächen:

Bei stehenden Flächen: ist es besonders wichtig, nicht zu viel Material aufzutragen, da dies schnell zu Läufern und Nasen führen kann. Eine Besonderheit von stehenden Flächen ist, dass sie im Vergleich zu liegenden Flächen deutlich schneller trocknen.

Bei liegenden Flächen: solltest du immer kurz warten, bis sich das Material entspannt hat, anstatt gleich noch mehr aufzutragen, um eine glatte Oberfläche zu erreichen. Hierbei besteht je nach Produkt die Gefahr von Lackkochern.

Fehler und häufige Probleme beim Lackieren

Blasen und Blasenbildung

Ursachen für Luftblasen oder Kocher können sein,

  • dass der zu beschichtende Gegenstand, wie beispielsweise Holz oder GFK, Luft in den Poren eingeschlossen hat und diese nun versucht, nach dem Beschichtungsprozess zu entweichen. Dies kann sowohl aufgrund von Wärmezufuhr als auch ohne eine solche erfolgen.
  • dass der Beschichtungsstoff zu dick aufgetragen wurde, und nun versuchen die enthaltenen Lösemittel zu entweichen, während die oberste Schicht bereits mit dem Aushärten begonnen hat. Dieses Phänomen kann auch durch das Blasen von Luft auf die Oberfläche begünstigt werden oder durch zu schnelle oder hohe Temperaturzufuhr.

Lackabplatzen

Ursachen für Lackabplatzen können sein,

  • dass vor dem Beschichtungsprozess die Oberfläche unzureichend oder zu fein geschliffen wurde, wodurch Haftungsprobleme entstehen.
  • dass eine für den Untergrund ungeeignete Grundierung verwendet wurde, die keine ausreichende Haftung mit diesem ermöglicht.
  • dass sich Korrosion auf der Oberfläche des Untergrunds befindet oder gebildet hat, die punktuell die Haftung verhindert und zu einem Abplatzen führt.

(Bei Lackabplatzen ist zu beachten, dass dies in der Regel erst nach der Durchtrocknung des Lacks, die bis zu etwa 6 Wochen dauern kann, auftritt. Häufig erst nach einer vorherigen punktuellen Beschädigung, beispielsweise durch Steinschlag oder Ähnliches.)

Unebenheiten und Schleifkratzer

Ursachen für Unebenheiten und Schleifkratzer können sein,

  • dass die Oberfläche unzureichend glatt geschliffen wurde, anstatt sachgemäß mit einem Schleifklotz.
  • dass die zuvor aufgetragene Spachtelmasse an der Schadstelle nicht ordnungsgemäß getrocknet ist, bevor sie verschliffen und weiter überarbeitet wurde, was im Nachhinein zu einem Nachfallen der Spachtelmasse führt.
  • dass zu grobes Schleifpapier nach dem Spachteln bzw. direkt vor dem Füllern verwendet wurde. Hierbei werden die zu tiefen Schleifkratzer nur vorübergehend gefüllt, und werden nach der Durchtrocknung, die bis zu etwa 6 Wochen dauern kann, wieder sichtbar.
  • dass zu grobes Schleifpapier als Endschliff verwendet wurde, was zu sichtbaren Schleifkratzern direkt nach dem Lackieren führen kann. Dies tritt beispielsweise häufig bei Silberfarbtönen auf.

Tropfen, Läufer und Nasen

Ursachen für Tropfen, Läufer und Nasen können sein,

  • dass zu viel Material auf die Oberfläche aufgebracht wurde.
  • dass der Beschichtungsstoff nicht gleichmäßig aufgetragen wurde.
  • dass die Umgebung (Umgebungsluft), das Beschichtungsmaterial oder das zu beschichtende Objekt nicht die erforderliche und ausreichende Verarbeitungs- bzw. Bearbeitungstemperatur besaßen.
  • dass das Material nicht im korrekten Verhältnis gemischt wurde, wie es in den Herstellervorgaben angegeben ist.
  • dass der lackierten Oberfläche zu schnell Temperatur zugeführt wurde.

Trocknungsprozess

Geduld ist eine Tugend. Lerne, wie du den Lack richtig trocknen lässt, um ein makelloses Ergebnis zu erzielen.

Scirocco Lackieren
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Besonders wichtig ist es, nach dem Lackieren die Beschichtung ordnungsgemäß trocknen zu lassen. Eine überhastete Trocknung bei zu hoher Temperatur oder möglicherweise sogar mit einem Heizstrahler oder Heißluftfön kann zu schwerwiegenden Problemen führen. In den meisten Fällen ist sogar eine erneute Lackierung erforderlich.

Sofern es sich nicht um spezielle Produkte wie z.B. UV-Lacke handelt, ist die schonendste Methode eine Trocknung ohne zusätzliche Wärmezufuhr.

Sicherheitsmaßnahmen beim Lackieren

Gesundheit geht vor. Schütze dich während des Lackiervorgangs.

Atemschutz und Belüftung

Trage beim Lackieren stets den geeigneten Atemschutz und lackiere nur in dafür vorgesehenen Räumen mit spezieller Absaugung. Trage den Atemschutz auch nach dem Lackieren beim Reinigen des Werkzeugs, um dich vor giftigen Lösemitteln zu schützen.

Hautschutz

Auch das Tragen von geeigneten Handschuhen ist während des Lackierens wichtig, denn Lösungsmittel können ebenfalls über die Haut in den Körper gelangen.

Entsorgung von Farbresten

Ebenso wichtig wie die eigene Gesundheit ist die Gesundheit der Umwelt. Daher müssen Lack- und Farbreste vorschriftsmäßig entsorgt werden. Informiere dich über die örtlichen Entsorgungsstellen in deiner Nähe.

Häufige Fragen zum Thema „Lackieren“

Wie lackiert man am besten?

Lackieren ist keine Hexerei, aber ein paar Kniffe machen den Unterschied. Beginne mit einer sorgfältigen Vorbereitung der Oberfläche. Reinige sie gründlich, entferne alte Lackreste und schleife sie leicht an, um eine optimale Haftung zu gewährleisten.

Wähle den passenden Lack für deine Oberfläche aus und investiere in hochwertige Pinsel, Rollen oder Sprühgeräte. Trage den Lack in gleichmäßigen, überlappenden Strichen auf und achte darauf, dass du nicht zu viel auf einmal aufträgst, um Tropfen zu vermeiden.

Geduld ist eine Tugend beim Trocknen. Lass jede Schicht gut trocknen, bevor du die nächste aufträgst. So verhinderst du unschöne Blasen und andere Ungereimtheiten.

Auf was muss man beim Lackieren beachten?

Achte darauf, dass die Umgebung gut belüftet ist, um giftige Dämpfe zu vermeiden. Trage Schutzausrüstung, einschließlich Atemschutz, um deine Gesundheit zu schützen.

Achte auch auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit, da sie den Trocknungsprozess beeinflussen können. Plane dein Projekt entsprechend, um optimale Bedingungen zu schaffen.

Wie trägt man Lack auf?

Die Art, wie du Lack aufträgst, hängt von der Oberfläche und deiner persönlichen Präferenz ab. Pinsel und Rolle sind klassisch und effektiv für kleine Flächen oder Details. Die Sprühapplikation bietet eine gleichmäßige Deckung auf großen Flächen, während kleinere Lackierpistolen für feine, detaillierte Arbeiten verwendet werden.

Experimentiere mit verschiedenen Methoden, um herauszufinden, welche für dich am besten geeignet ist.

Kann man alten Lack überlackieren?

Ja, bei Reparaturlackierungen im Automobilbereich werden häufig nur die Schadstellen auf den Flächen korrigiert. Anschließend wird das gesamte Bauteil, einschließlich des alten Lacks, mit Klarlack überzogen. Dies gewährleistet, dass der vorherige Farbton zu den angrenzenden Flächen erhalten bleibt.

Ist eine Grundierung beim Lackieren notwendig?

Wenn auf einem blanken Werkstoff lackiert werden soll, ist eine Grundierung unerlässlich. Sie verbessert nicht nur die Haftung des Lackes, sondern schützt auch die Oberfläche des Untergrunds vor Feuchtigkeit und anderen schädlichen Einflüssen.

Kann ich Lack über Lack streichen?

Wenn der alte Lack noch in gutem Zustand ist und nicht abblättert, kann durchaus ein Anschleifen und eine neue Lackschicht das gewünschte Ergebnis erzielen. Achte auf eine korrekte Vorgehensweise.

Wie vermeide ich Streifen beim Lackieren?

Streifen entstehen oft durch ungleichmäßiges Auftragen des Lackes. Achte darauf, den Lack in gleichmäßigen, überlappenden Bahnen aufzutragen. Verwende hochwertige Werkzeuge und achte auf die korrekten Einstellungen.

Kann man selber Lackieren?

Absolut! Natürlich ist es je nach Ansprüchen eine DIY-freundliche oder weniger freundliche Aufgabe. Doch mit den richtigen Werkzeugen, Materialien und ein wenig Übung kannst du erstaunliche Ergebnisse erzielen. Trau dich, tätig zu werden!

Wie viele Schichten muss man Lackieren?

Die Anzahl der erforderlichen Schichten hängt von der zu lackierenden Fläche und dem Lack-Typ ab.

In der Regel ist es nach der Grundierung:

bei Zweischicht-Lackierungen

  • eine Schicht Basislack (besteht meistens aus einem Spritzgang + je nach Material, einen separaten Nebel- bzw. Effektgang)
  • eine Schicht Klarlack (besteht meistens aus zwei Spritzgängen)

bei Einschicht-Lackierungen

  • eine Schicht farbgebenden Lack (besteht meistens aus zwei Spritzgängen)

Achte darauf, jede Schicht gut trocknen zu lassen, bevor du die nächste aufträgst.

Welche Farbe ist am schwersten zu Lackieren?

Metallic-Farbtöne mit anschließendem lasierten (getönten) Klarlack stellen eine besondere Herausforderung dar und gehören vermutlich zu den am schwersten zu lackierenden Farbtönen.

Hierbei muss nicht nur der Farbton des Basislacks mit dem Metallic-Effekt genau abgestimmt werden, sondern auch der Grad der Tönung des Klarlacks muss passend zum angrenzenden Bauteil sein.

Aus diesem Grund wird in vielen Fällen fast ausnahmslos in das angrenzende Bauteil „ein-“ lackiert, um einen harmonischen Übergang zu schaffen.

Warum ist Lackieren so teuer?

Die Kosten für Lackieren können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden,

  1. Demontage und Montage von Anbauteilen: Das Entfernen und Wiederanbringen von Anbauteilen kann die Kosten beeinflussen, da es den Arbeitsaufwand erhöht.
  2. Art des zu verwendenden Lackes: Hochwertigere Lacke können teurer sein. Spezielle Effektlacke oder Farben können die Kosten ebenfalls beeinflussen.
  3. Oberfläche und Anzahl der Schadstellen: Eine größere Fläche oder eine höhere Anzahl von Schadstellen erfordert mehr Arbeitszeit und Material, was die Kosten erhöhen kann.
  4. Größe des Projekts: Größere Fahrzeuge oder Objekte erfordern mehr Lack und Arbeitsaufwand, was zu höheren Kosten führen kann.
  5. Perfektion des Ergebnisses: Eine hochwertige Lackierung, wie sie für Showcars erforderlich ist, kann zusätzliche Schichten und Detailarbeit erfordern, was die Kosten steigern kann.
  6. Werkstatt selbst: Der Stundenverrechnungssatz der Lackierwerkstatt kann je nach Standort und Lackiererei variieren und beeinflusst somit die Gesamtkosten.

Es ist wichtig, alle diese Faktoren zu berücksichtigen und Angebote von verschiedenen Werkstätten einzuholen, um die besten Konditionen für das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

Mehr zum Thema Lackierung und den damit verbundenen Kosten in diesem Beitrag:

Kosten einer Autolackierung

Kann man Lackieren ohne zu schleifen?

Es gibt spezielle, jedoch äußerst seltene Fälle, in denen es möglich ist, ohne vorheriges Schleifen zu lackieren. Das Schleifen dient dazu, die Oberfläche zu vergrößern und verbessert die Haftung einer Beschichtung erheblich. Wenn diese Oberflächenvergrößerung fehlt, ist ein Abplatzen unvermeidlich.

Was ist billiger Lackieren oder Folie?

Die Kosten für Lackieren und Folieren können variieren. Lackieren erfordert möglicherweise mehr Vorarbeiten, während das Folieren schneller sein kann. Die Wahl hängt von deinen Präferenzen, dem Zustand der Oberfläche und dem Budget ab.

Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass es auch deutliche Qualitäts- und Preisunterschiede bei den verschiedenen Folien gibt. Dies bedeutet, dass ein preiswertes Folieren oft nicht mit einer qualitativ hochwertigen Folie durchgeführt wird.

Was kostet ein Lackierer in der Stunde?

Die Stundenkosten eines Lackierers können in Abhängigkeit vom Standort und der Werkstatt variieren. Im Durchschnitt kann man mit Kosten zwischen 150 Euro und 300 Euro pro Stunde rechnen. Bei direkter Beauftragung bei namhaften Herstellern können die Stundenverrechnungssätze sogar noch höher ausfallen.

Kann man ein Auto selbst Lackieren?

Ja, es ist möglich, ein Auto selbst zu lackieren. Dies erfordert jedoch umfassende Vorbereitung, das richtige Equipment, das entsprechende Fachwissen und Geduld.

Die Lackierung eines Autos ist deutlich komplexer als bei kleineren Projekten und erfordert oft professionelle Fähigkeiten, um ein perfektes Finish zu erzielen. Daher ist es ratsam, sich gründlich zu informieren, um unnötigen Zeit- und Geldaufwand zu vermeiden.

Fazit

In der Welt des Lackierens gibt es unendlich viele Möglichkeiten, kreativ zu werden. Von der Vorbereitung bis zur finalen Schicht ist jede Phase genauso wichtig wie die vorherige.

Also, schnapp dir deine Farben, deinen Pinsel und lass deiner Kreativität freien Lauf. Lackiere nicht nur alte Gegenstände, sondern male Geschichten und schaffe Erinnerungen. Verwandle das Unscheinbare in etwas Besonderes, denn in der Welt des Lackierens ist mit ein wenig Farbe alles möglich.

Zum Abschluss hier noch ein kurzes Video einer herkömmlichen Reparaturlackierung mit einer Lackierpistole:

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